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MARK MACHT THEATER im Haus der Statistik

MARK macht Theater  – hieß das Theaterstück, das gesten im Haus der Statistik aufgeführt wurde.

Eine laue Sommernacht, mitten in der Stadt am Alex, kurz nach 22 Uhr. Karl-Marx-Allee / Ecke Otto-Braun-Straße: dort steht das Haus der Statistik. Oder vielmehr das, was davon noch übrig ist: ein großer dunkler Betonklotz. Außer im Erdgeschoß. An diesem Abend ist tatsächlich ein Schaufenster beleuchtet! Und davor sitzen im Halbkreis etwa 50 Menschen und schauen sich an, was ein halbes Dutzend anderer Menschen hinter der Scheibe so treiben. Die Szenerie mutet schon etwas merkwürdig an, denn man hört draußen nicht, was drinnen so gesprochen wird. Dafür braucht man nämlich ein paar Kopfhörer.

Was hier gerade abgeht, ist Theater unter Corona-Bedingungen.

Die Schauspieler treten im und vor dem Haus der Statistik auf. Das Schaufenster ist ihre Bühne. Das Publikum sitzt davor, immer mit dem vorgeschriebenen Abstand von 1,50 Metern voneinander getrennt. Genaus so, wie es die Hygienevorschriften besagen. Die Schauspieler tragen Headsets, die Zuschauer Kopfhörer. Wer hätte noch vor einem halben Jahr gedacht, dass so etwas funktionieren kann?

Das Stück, das an diesem Abend aufgeführt wird, heißt MARK macht Theater und stammt aus der Feder von Hannah Rumstedt. Sie führt auch Regie und ist gemeinsam mit Jakob Gerber für die Bühne verantwortlich. Auf der Bühne stehen in dem Stück Andrew Clarke, Julius Böhm, Paul Boche, Marie Mai, Vincent Kadus und Thea Rasche.

Im Mittelpunkt der Handlung und der Bühne steht allerdings eine Maschine. Eine Druckmaschine. Original Heidelberg. Eine Gelddruckmaschine, oder wofür steht die Maschine?

Die Bühnen der Statistik bespielen das Haus der Statistik – Von Innen und von außen.

Noch den ganzen Sommer lang. Das Theater beschäftigt sich traditionell mit der Zeitspanne vom Konflikt zur Lösung. Die Bühnen der Statistik treten an, um schnelle und unkomplizierte Lösungen für die Konflikte bereitzustellen, die sich lösen lassen, um jene Konflikte herauszustellen, die keine einfachen Lösungen haben.

Man darf gespannt sein auf die kommenden Premieren und Aufführungen….

Dies sind die Bilder von MARK macht Theater am Soamstagabend:

© Christian Behring im August 2020

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Thema von Anders Norén