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Die Yorckstraße in Kreuzberg

Die Yorckstraße ist eine der bekanntesten und wichtigsten Ost-West-Verbindungsstraßen zwischen Kreuzberg und Schöneberg.

Sie entstand Mitte des 19. Jahrhunderts.  Auf der südlichen Straßenseite befindet sich auch noch ein gut erhaltener Gebäudekomplex mit Häusern aus der Gründerzeit. Ihren Namen verdankt die Straße dem preußischen General Ludwig Yorck von Wartenburg (Wilhelm I. erließ 1864 die Order, bedeutende Straßen und Plätze nach bekannten Militärs der napoleonischen Befreiungskriege umzubenennen). 

Schon bevor man vom Mehringdamm auf die Yorckstraße einbiegt, sieht man das  höchste Gebäude der Straße, die St.-Bonifatius-Kirche mit ihren zwei schlanken Türmen. Die katholische Pfarrkiche wurde 1906-1907 in neugotischen Stil errichtet. Gegenüber der Kirche befindet sich übrigens das Bezirksamt. Nicht gerade sehenswert. Einzig interessant daran ist die Gedenktafel über der Tür vom Haus Nr.11, die an den Künstler Ernst Barlach erinnert. 

Viel interessanter sind dagegen die Nachbarhäuser der Kirche zwischen Haus Nr. 80 und 90:

Dazu gehören u.a. das Yorck / New Yorck Kino. Mit diesem Kino begann die erfolgreiche Geschichte der Yorck-Kinogruppe vor mehr als 50 Jahren. Besonders beeindruckend ist das Eingangsportal zu Riehmers Hofgarten. Wilhelm Riehmer und Otto Mrosk entwarfen um 1890 ein ganzes Gebäudeensemble samt Innenhöfen. Die Fassaden sind reich verziert und bedienen sich dabei auch an Stilelementen aus Barock und Romantik. In den Vorderhäusern befinden sich heute Cafes und Restaurant wie „Cafe Wirtschaftswunder“, „Bar Centrale“, „Yorcks Bar“, „Hotel Riehmers Hofgarten“, aber auch das Bestattungsinstitut „Heimkehr“.

Die wohl bekannteste kulturelle Einrichtung ist in der Yorckstraße 15  das „Yorckschlösschen“.

Die Musikkneipe gehört zu den ältesten Kneipen Berlins. Die Kneipe existiert bereits seit über 100 Jahren. Blues- und Jazzmusik werden hier immerhin auch schon seit mehr als 40 Jahren in gemütlicher Atmosphäre live präsentiert. Inzwischen wurde das musikalische Spektrum um Soul, Funk, Latin und Afro Grooves erweitert. Wer bis jetzt diese musikalische Institution nicht kannte, der  ist vielleicht durch den Kinofilm „LEIF IN CONCERT VOL.2“ neugierig geworden. Fast alle Szenen entstanden hier zwischen Klo und Tresen. An den Tischen saßen Jule Böwe und Bela B., Tilo Prückner und Gotti Gottschild, Isabell Gerschke und Dr. Mark Benecke. Hinter der Theke wirbelte Luise Heyer und auf der kleinen Bühne saß Poorboy, der dänische Musiker.

Hier nun die Fotos aus der Yorckstraße:

© Christian Behring im Juli 2020

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